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Woher kommt die Vase?

Holmegaard VasenUm die Frage nach ihrer Herkunft zu beantworten, sollte man sich zunächst einmal darüber klar werden, was denn eine Vase eigentlich ist. So wie wir den Begriff „Vase“ heute verwenden, gibt es ihn nämlich erst seit dem 19.Jh. n. Chr. Nimmt man das Thema genauer unter die Lupe, entdeckt man allerdings eine faszinierende jahrtausendalte Tradition.

Vasen – Gefäße der Antike

Woher kommt die Vase?Für sich genommen bedeutet der Begriff „Vase“ nichts anderes als „Gefäß“. Unter einem Gefäß können wir uns die unterschiedlichsten Dinge vorstellen, von der Trinkflasche bis zur Tupperdose. In etwa so verhält es sich auch bei Vasen. In der Antike benutzte man Vasen bei sämtlichen Verrichtungen des täglichen Lebens. Vor allem als Trink-, Vorrats- oder Salbengefäß fanden sie in der damaligen Zeit Verwendung.

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Zu den bekanntesten Formen antiker Vasen zählen:

  • Die „Amphore“ – ein Vorratsgefäß mit zwei Henkeln
  • Der „Krater“ – ein Festtags-Gefäß zum Mischen von Wasser und Wein
  • Die „Hydria“ – ein Wasserkrug. Im Lateinischen auch bekannt als „Urna“ ( der Name spricht für sich)
  • Skyphos – die Trinkschale der Götter (Herakles-Becher)

Anhand von Funden in antiken Grabstätten lässt sich belegen, dass Vasen auch als Gefäße für Opfergaben benutzt wurden. In Mesopotamien (im heutigen Irak) wurden bereits 5000 vor. Chr. Vasen gefertigt. Verbindlich zugeordnet wurden aber auch Funde aus China, deren Produktion auf die Zeit zwischen 11.000-9000 v. Chr. zurückdatiert wird. Halten wir fest: Vasen sind sehr, sehr alt.

Griechenland – Zentrum der Vasenmalerei

Im alten Griechenland entwickelte sich die Töpferei zu einem gut laufenden Geschäft. Griechische Vasenmalerei war eine Form des Geschichtenerzählens. Aus den abgebildeten narrativen Bildern auf antiken Fundstücken, lässt sich viel über die damaligen Lebensumständen ablesen. Der Handel mit Vasen aus griechischer Manufaktur florierte und für damalige Verhältnisse entwickelte sich ein respektabler Massenmarkt, der weite Kreise in Europa zog.

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Die Vase im Laufe der Geschichte:

Zeitraum Hinweise
11-9.000 v. Chr. Antike Funde in China belegen Keramik-Produktion in frühester Zeit
5.000 v. Chr. Zwischen Euphrat und Tigris erste Fertigung von Ton-Behältnissen
1.200-300 v. Chr. Die attische Vasenmalerei prägt die Vasenkunst im alten Griechenland
1.300-1.600 n. Chr. Feines chinesisches Porzellan der Ming-Zeit auf dem Zenit
19. Jh. n. Chr. Die dekorative Blumenvase hält Einzug in europäische Wohnzimmer
20.-21. Jh. n. Chr. Skandinavisches Vasen-Design dominiert den weltweiten Markt

Zu Dekorationszwecken wurden Vasen zwar auch schon in der Antike verwendet. Eingänge von Palästen zierten mannshohe Vasen mit aufwendigen Malereien. Die Gepflogenheit Vasen mit Blumen zu füllen und das Ergebnis zu bestaunen, ist aber eher jüngeren Datums.  In den meisten Regionen der Welt werden Blumen schon seit Jahrhunderten als Geschenk gereicht, zur dekorativen Zurschaustellung von Blumen kam es aber erst sehr viel später. Den Begriff „Blumenvase“ kennen wir daher auch erst seit kürzerer Zeit. In Europa besann man sich der Tradition des Blumenschenkens erst gegen Ende des 16. Jh. n. Chr. Den dekorativen Charakter von Blumen in Wohnungen, entdeckte man sogar erst am Ende des 19. Jh.

Wissenswert: Verbunden mit dem Heranwachsen einer neuen und wohlhabenden Bürgerschicht, wurde der Blumenstrauß zu einem beliebten Dekorationsgegenstand in Wohnungen und Häusern.

Der neue Wohlstand schuf in der breiten Gesellschaft die Idee eines wohnlichen Lebensbereiches, den man nicht nur durch Floristik zu einem heimeligen Rückzugsort aufwertete. Diese Entwicklung schuf die Grundlage für eine Industrie, die heute mit Begriffen wie „Hygge“ oder – noch aktueller – „Lagom“, die Inneneinrichtung auf ein neues Niveau heben. Diese Trends aus dem hohen Norden sorgen in ganz Europa dafür, dass skandinavisches Glas- und Keramikdesign den Markt erobert. Im Mittelklasse-Segment dominieren vor allem schwedische und dänische Manufakturen sowohl die Möbelherstellung, als auch die gegenwärtige Vasen-Produktion.

Mit ihrem schlichten und auf das Wesentliche reduzierte Design versorgen skandinavische Hersteller, wie einst die Vasen-Kunst aus Griechenland, ganz Europa mit ihren modernen Kreationen. Hierbei ist schwedische Massenproduktion noch nicht einmal mit eingerechnet. Ohnehin bleibt es an dieser Stelle eher fraglich, ob schwedische Massenware in der Zukunft für ähnliches Aufsehen sorgen wird, wie es gegenwärtig chinesischen Vasen-Kreationen der Ming-Zeit (1368-1644 n. Chr.) gelingt.

Übrigens: Auf weltweiten Auktionen sind Preise im zweistelligen Millionenbereich keine Seltenheit. Aber auch ohne eine solche Wertsteigerung werden Vasen in Zukunft eine gewichtige Rolle bei der Inneneinrichtung spielen.

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