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Vasen selbst töpfern

Kähler VasenHandgemachtes liegt im Trend. Dafür müssen Sie aber keineswegs immer zu teuren Unikaten aus dem Handel greifen, die es sicherlich in Hülle und Fülle gibt. Sie können auch ganz einfach selbst aktiv werden und sich Ihre Deko selbst herstellen. Dafür brauchen Sie nicht viel. Neben den verschiedenen Grundmaterialien sind ein wenig Kreativität und Handfertigkeit gefragt. Auch Vasen lassen sich aus verschiedenen Materialien selbst herstellen. So können Sie beispielsweise eine Vase nach Ihren Wünschen töpfern. Sicherlich braucht das ein wenig Zeit und Geduld. Dafür können Sie die Vasen aber auch so gestalten, wie Sie es möchten. Höhe und Form sind ebenso variabel wie der Vasendurchmesser. Das bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten. Doch was brauchen Sie, um Ihre Vasen zu töpfern? Worauf müssen Sie achten und wie werden die geformten Vasen abschließend verarbeitet? Wir fassen die wichtigsten Schritte zusammen.

Ihr Kenntnisstand ist entscheidend?

Vasen selbst töpfernTonvasen haben zweifelsohne einen ganz besonderen Charme. So wirken sie oft antik und heben sich von den vielen modernen Gestaltungsideen, die es gibt, ab. Wie Ihre selbst hergestellte Tonvase aussieht, sollten Sie vor allem von Ihrem Kenntnisstand abhängig machen. Haben Sie schon die verschiedensten Gefäße getöpfert, können Sie natürlich eine etwas aufwendigere Vasenform umsetzen. Als Einsteiger halten Sie sich stattdessen an eine Form ohne viele Extras. Grundformen wie Zylinder sind hier die beste Wahl.

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Sie haben auch bei den Tonvasen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen können Sie die Tonvase natürlich ganz ursprünglich gestalten. In diesem Fall wird zum Schluss nur eine transparente Lasur aufgetragen. Dadurch sind die verschiedenen Nuancen, die während des Töpferns entstehen noch gut sichtbar. Sie können die Tonvasen aber auch farbig lasieren. Hier haben Sie mittlerweile die Qual der Wahl. Es gibt die verschiedensten farbigen Lasuren, sodass Sie sich beispielsweise auch für ein aufwendiges Muster entscheiden können.

TIPP: Online finden Sie allerhand Inspirationen, wie Ihre getöpferte Vase aussehen kann. Nutzen Sie diese als Inspirationsquelle. Sie werden hier sicherlich immer wieder neue Ansätze finden, nach denen Sie arbeiten können.

Was brauchen Sie zum Töpfern einer Vase?

Möchten Sie eine Vase töpfern, brauchen Sie an sich nicht viel. Grundmaterial ist Ton und diesen gibt es in Bastelläden, aber auch online. Achten Sie darauf, dass Sie genügend Ton im Haus haben, sodass Sie die Vasen auch tatsächlich ohne größere Unterbrechungen töpfern können. Weiterhin benötigen Sie ein Messer, Draht und Nudelholz. All diese Gegenstände finden sich in den meisten Haushalten, sodass Sie ohne viele Umschweife damit beginnen können, Ihre Vasen zu töpfern.

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Es gibt zwei grundlegende Möglichkeiten, wie Sie Ihre Vasen selbst töpfern können. Für welche der beiden Varianten Sie sich entscheiden, hängt sicherlich auch davon ab, wie viel Sie schon getöpfert haben und welche Erfahrung Sie hierin haben.

Tonvasen aus Röllchen Tonvasen aus einzelnen Wänden
Wünschen Sie sich eine Tonvase, die ein wenig aufwendiger gestaltet ist, können Sie sich für diese Herstellungsvariante entscheiden. Sie formen hier verschiedene dünne Röllchen. Diese Röllchen lassen sich aufeinandersetzen, sodass Schritt für Schritt eine schöne Vase entsteht. Die Röllchen bieten natürlich viel mehr Gestaltungsfreiheit, vor allem wenn diese dünn sind. Sie können die Röllchen übereinander legen. Variieren Sie dabei ruhig bei der Länge, wodurch unterschiedliche Durchmesser bei den Vasen entstehen. Diese Variante ist die klassische Einsteigerlösung, die sich relativ leicht umsetzen lässt. Sie eignet sich besonders gut für diejenigen, die noch nicht viel getöpfert haben. Sie fertigen aus dem Ton einfach viele Seitenwände und fügen diese dann zu einer quaderförmigen Vase zusammen. Achten Sie dabei darauf, dass die Seitenwände alle das gleiche Maß haben, sodass anschließend eine stimmige Vase entsteht. Sie können die Seitenwände mit einem Messer einfach zurechtschneiden. Das Nudelholz hilft Ihnen dabei, die Tonelemente in Form zu bringen.

TIPP: Machen Sie sich bereits vorher Gedanken darum, wie Ihre Vase aussehen soll. Fertigen Sie am besten eine Zeichnung an. Diese muss nicht millimetergenau sein, sollte aber beispielsweise die grundlegende Form festhalten.

Der Boden der Vase wird übrigens bei beiden Techniken gleich hergestellt. Sie schneiden den Boden in der gewünschten Form und Größe einfach aus einer Tonplatte aus. Im nächsten Schritt können Sie dann die einzelnen Teile zusammensetzen. Wenn Sie die Variante aus einzelnen Tonplatten nutzen, müssen Sie natürlich darauf achten, dass der Boden die gleichen Maße aufweist wie die Seitenwände. Ansonsten passen die verschiedenen Elemente zum Schluss nicht genau zusammen.

Auf die richtige Vorbereitung kommt es an

Bevor Sie die verschiedenen Elemente aus dem Ton fertigen und schließlich zu der Vase zusammensetzen, müssen Sie das Grundmaterial richtig vorbereiten. Auch dies ist ohne umfassende Fachkenntnisse problemlos möglich. Ton ist ein sehr weiches, flexibles Material. Das heißt aber auch, dass sich darin viel Luft befindet. Luft hat  Vor- und Nachteile. Sie macht das Grundmaterial weich und beweglich, sie sorgt aber auch dafür, dass die Tondichte bei der fertigen Vase nicht so hoch ist, wodurch die Vase relativ schnell bricht.

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Um die Luft aus dem Ton zu bekommen, müssen Sie diesen kräftig kneten. Versuchen Sie dabei die gesamte Tonmenge zu kneten, sodass schließlich keine Luftlöcher mehr darin eingeschlossen sind. Sicherlich wird das Material dadurch noch einmal kompakter, doch die längere Lebensdauer Ihrer Vasen wird es Ihnen danken. Leider lässt sich Ton jedoch nicht so einfach kneten wie ein Hefeteig, was insbesondere seiner Konsistenz geschuldet ist.

Gehen Sie deswegen wie folgt vor:

  1. Legen Sie ein großes Holzbrett auf den Fußboden.
  2. Nehmen Sie soviel Ton, wie Sie voraussichtlich für die Herstellung Ihrer Vase brauchen und formen Sie daraus eine Kugel.
  3. Schleudern Sie die Tonkugel nun mehrfach mit möglichst viel Kraft auf das Holzbrett.

Haben Sie den Ton geknetet, brauchen Sie das Nudelholz. Sie rollen damit Ihre Tonkugel so groß wie möglich aus. Die Tonplatte sollte danach noch etwa eine Stärke von einem Zentimeter haben. Nun können Sie mit einem Messer den Boden und damit das erste Element Ihrer Vase ausschneiden.

TIPP: Wenn Sie bei der Form keinen Fehler machen möchten, fertigen Sie sich vor dem Zuschnitt am besten eine Schablone an. Diese Schablone kann aus Pappe bestehen und erspart Ihnen das aufwendige Ausmessen des Tons.

Vasen formen aus mehreren Tonplatten

Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei um die einfachste Form der Vasenherstellung. Haben Sie den Ton erst einmal ausgerollt und haben Sie den Boden ausgeschnitten, können Sie das restliche Material verwenden, um die Seitenwände auszuschneiden. Achten Sie darauf, dass die Seitenteile alle gleich groß sind, sodass Sie Ihre Vase zum Schluss einfach zusammensetzen können. Hier zahlt es sich wirklich aus, so genau wie möglich zu arbeiten. Um auf Nummer sicher zu gehen, bietet sich auch hier die Anfertigung einer Schablone an.

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Bei diesem Verfahren müssen Sie darauf achten, dass die Seitenwände nicht zu hoch sind. Hier besteht sonst die Gefahr, dass die Seitenelemente nicht halten und umknicken. Wenn Sie eine hohe Vase wünschen, müssen Sie sich an dem Verfahren mit den einzelnen Tonrollen bedienen.

Nun brauchen Sie ein kleines Stück Draht. Auf dieses stecken Sie zunächst einen Tonklumpen und formen diesen dann vorsichtig an dem Draht entlang. Auf diesem Weg entsteht eine dünne Wulst. Sie bildet das Verbindungsstück zwischen Boden und Seitenwand und wird so lange glatt gestrichen, bis die einzelnen Elemente miteinander verbunden sind. Tonvasen müssen gebrannt und lasiert werden. Die Lasur wird auf die Innenseite aber erst nach dem Brennen aufgetragen.

Vor- und Nachteile dieser Variante des Töpferns

  • sehr einfache Technik
  • ideal für Einsteiger
  • geht sehr schnell
  • bietet sich für verschieden große Vasen an
  • ohne viel Vorarbeit möglich
  • keine hohen Vasen möglich
  • keine allzu große Formvielfalt

Tonvasen aus einzelnen Rollen

Wünschen Sie sich eine höhere Vase, die darüber hinaus vielleicht eine bauchige Form haben soll, kommen Sie um die aufwendigere Technik mit einzelnen Rollen nicht herum. Auch hier müssen Sie den Ton für die Verarbeitung zunächst vorbereiten und kneten. Anschließend bietet es sich an, den Ton auszurollen und in dünne Streifen zu schneiden. Aus jedem Streifen formen Sie nun eine Wulst. Die einzelnen Rollen dürfen nicht zu dünn sein, da sie sich sonst nur sehr schwer verarbeiten lassen. Im besten Fall sollte die Wulst 1,5 cm umfassen. Nun legen Sie eine Wulst auf die andere. Die Verbindungsstellen müssen gut mit dem Finger verstrichen werden, sodass die Übergänge nicht mehr zu erkennen sind. Sie können die einzelnen Rollen natürlich immer akkurat aufeinander setzen. Sie können diese aber auch leicht nach innen und außen versetzen. Dadurch entstehen unterschiedliche Durchmesser und die Vasen erhalten verschiedene Formen. Bei dieser Technik müssen Sie großen Wert darauf legen, dass die Vasen besonders dick glasiert werden, um das Material wasserdicht zu machen.

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